(REZENSION) Schon lange tot von T. M. Payne (Ein Fall für Sheridan Holler, Band 1)

Mamenu

REZENSION
Herausgeber ‏ : ‎ Edition M
Erscheinungstermin ‏ : ‎ 9. April 2024
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 416 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 2496714351
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-2496714357

Zum Buch

Ein unerwarteter Fund auf dem Friedhof: In einem Grab wird ein Toter entdeckt, der dort nicht hingehört. Die Ermittlungen führen Kommissarin Sheridan Holler von der Mordkommission Liverpool zu einem Cold Case. Vor sieben Jahren wurden zwei Frauen niedergeschossen, eine starb, eine überlebte knapp. Der einzige Verdächtige war ein Kleinkrimineller – der Tote im Grab. Hat man ihn aus Rache für die beiden Frauen ermordet und verscharrt?

Die Zusammenhänge stellen sich als viel komplexer heraus als angenommen. Aber Aufgeben ist für Sheridan keine Option. Ist es nie. Denn seit ihr Bruder als Kind getötet und nie ein Täter überführt wurde, ist sie besessen von der Suche nach Wahrheit und getrieben, Gerechtigkeit zu schaffen. Doch diesmal begeht die erfahrene Ermittlerin einen gefährlichen Fehler – sie ignoriert ihren warnenden Instinkt .

Meine Meinung

Ein Toter in einem fremden Grab – allein dieser Einstieg sorgt bereits für eine düstere Atmosphäre. In „Schon lange tot“ von T. M. Payne übernimmt Kommissarin Sheridan Holler die Ermittlungen und stößt dabei auf einen sieben Jahre alten Cold Case. Damals wurden zwei Frauen niedergeschossen, eine starb, eine überlebte schwer verletzt. Der damalige Hauptverdächtige: ein Kleinkrimineller. Genau dieser Mann ist nun tot. Schnell wird klar, dass der Fall komplexer ist, als es zunächst scheint.

Der Einstieg in den Thriller fiel mir anfangs nicht ganz leicht. Viele Figuren, zahlreiche Namen und sehr kurze Kapitel ließen das Lesen stellenweise etwas unruhig wirken. Es dauerte eine Weile, bis ich wirklich in der Geschichte angekommen war.

Doch etwa ab der Mitte nahm die Handlung spürbar an Fahrt auf. Die Zusammenhänge wurden klarer, die Figuren ließen sich gut zuordnen, und die Spannung zog deutlich an. Gerade im letzten Drittel zeigt sich die Stärke des Thrillers: Die einzelnen Fäden laufen zusammen, neue Aspekte kommen ans Licht, und die Auflösung ist schlüssig und überzeugend.

Sheridan Holler bleibt als Hauptfigur eher sachlich und distanziert. Auch wenn sie mir emotional nicht ganz nahekam, passt ihre Art durchaus zu ihrer Hintergrundgeschichte und ihrer Besessenheit, Gerechtigkeit zu schaffen. Ein kleiner Kritikpunkt blieb für mich, dass sehr viel Privates über die einzelnen Figuren erzählt wird, das nicht immer unmittelbar mit dem Fall zusammenhängt. Hier hätte ich mir stellenweise eine stärkere Fokussierung auf die eigentliche Spannung gewünscht.

„Schon lange tot“ ist ein Thriller mit einer starken Grundidee, der sich im Verlauf deutlich steigert. Wer komplexe Zusammenhänge, viele Perspektiven und eine dichte Ermittlungsarbeit mag, wird hier gut unterhalten. Auch wenn der Einstieg etwas Geduld verlangt, lohnt es sich dranzubleiben.

⭐⭐⭐⭐


Entdecke mehr von

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

1 thought on “(REZENSION) Schon lange tot von T. M. Payne (Ein Fall für Sheridan Holler, Band 1)

Ich freue mich über jeden Kommentar!

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.