REZENSION
Herausgeber : HarperCollins Taschenbuch
Erscheinungstermin : 24. März 2026
Auflage : 1.
Sprache : Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe : 448 Seiten
ISBN-10 : 3365012818
ISBN-13 : 978-3365012819
Zum Buch
Nach dreizehn Jahren kehrt die ausgebrannte Unternehmensberaterin Karla in das Gutshaus ihrer Kindheit in Mecklenburg-Vorpommern zurück – mit dem Plan, es zu renovieren, zu verkaufen und endlich ihr Leben wieder auf die Reihe zu kriegen. Doch die Rückkehr nach Lüttenbü weckt alte Erinnerungen an zerbrochene Freundschaften, Familienkonflikte und an Rasmus, ihre erste große Liebe. Als ausgerechnet er Karla bei den Sanierungsarbeiten hilft, flammen nicht nur alte Gefühle auf, sondern auch die Frage, ob sie wirklich schon mit ihrer Vergangenheit abgeschlossen hat. Eine alte Nähmaschine auf dem Dachboden entfacht in Karla die längst vergessene Leidenschaft fürs Nähen – und mit ihr den Wunsch nach einem anderen Leben. Stück für Stück öffnet sie das Haus und ihr Herz und beginnt, an eine Zukunft jenseits der Großstadt zu glauben. Doch dann bringt die Wahrheit über ein altes Familiengeheimnis ihr Glück erneut ins Wanken.
Meine Meinung
Manche Bücher fühlen sich an wie ein ruhiger Nachmittag mit einer Tasse Tee – genau so ging es mir mit Fäden des Glücks. Schon nach den ersten Seiten war ich mitten in Karlas Welt und wollte das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Karla kehrt nach dreizehn Jahren in das Gutshaus ihrer Kindheit zurück – erschöpft, ausgebrannt und mit dem festen Vorsatz, alles schnell hinter sich zu lassen. Renovieren, verkaufen, neu anfangen. Doch wie so oft im Leben ist die Vergangenheit nicht einfach abzuschließen. In Lüttenbü wird sie mit alten Erinnerungen konfrontiert: schmerzhafte Familienkonflikte, verlorene Freundschaften und vor allem mit Rasmus, ihrer ersten großen Liebe.
Gerade die Begegnungen zwischen Karla und Rasmus haben mich besonders berührt. Da ist so viel Ungesagtes, so viel Geschichte zwischen ihnen – und gleichzeitig diese leise Hoffnung, dass vielleicht doch noch nicht alles verloren ist. Ich habe richtig mitgefühlt, gehofft und manchmal auch ein bisschen mitgelitten.
Was ich besonders schön fand: die Entwicklung von Karla. Am Anfang wirkt sie müde vom Leben, fast ein wenig verloren. Doch je mehr Zeit sie in dem alten Haus verbringt, desto mehr findet sie zu sich selbst zurück. Die alte Nähmaschine auf dem Dachboden ist dabei für mich ein ganz besonderes Symbol – für Kreativität, Erinnerungen und den Mut, neue Wege zu gehen. Diese kleinen, stillen Momente haben das Buch für mich besonders gemacht.
Der Schreibstil von Marit Warncke ist wunderbar leicht und flüssig, sodass ich sofort in die Geschichte eintauchen konnte. Alles liest sich sehr angenehm, ohne jemals oberflächlich zu wirken. Gerade die Beschreibungen des Gutshauses und der Umgebung haben bei mir richtig Bilder im Kopf entstehen lassen – ich hatte das Gefühl, selbst durch die Räume zu gehen.
Auch die Nebencharaktere sind liebevoll gezeichnet und geben der Geschichte noch mehr Tiefe. Jeder bringt seine eigene Geschichte mit, und genau das macht das Ganze so lebendig und authentisch.
Und dann ist da noch dieses Familiengeheimnis, das nach und nach ans Licht kommt und die Geschichte noch einmal in eine ganz andere Richtung lenkt. Dieser Teil hat für mich zusätzlich Spannung hineingebracht und gezeigt, wie sehr die Vergangenheit das Heute beeinflussen kann.
Fäden des Glücks ist für mich eine rundum gelungene Wohlfühlgeschichte mit Tiefgang. Ein Buch über zweite Chancen, über das Loslassen und darüber, den Mut zu finden, auf das eigene Herz zu hören. Es hat mich berührt, zum Nachdenken gebracht und einfach gut unterhalten.
Ich bedanke mich bei NetGalley und dem HarperCollins Taschenbuchverlag für das Rezensionsexemplar
⭐⭐⭐⭐⭐
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