REZENSION
Herausgeber : Lübbe
Erscheinungstermin : 30. März 2026
Auflage : 1. Aufl. 2026
Sprache : Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe : 320 Seiten
ISBN-10 : 3757702239
ISBN-13 : 978-3757702236
Zum Buch
Scarlett möchte in Cornwall neu anfangen ― mit einem alten Strandkiosk, einer Portion Trotz und der Hoffnung, endlich anzukommen. Hier, unter dem weiten Himmel von St. Ives mit seinen goldenen Stränden und dem kristallklaren Wasser, ist der richtige Ort. Jonah, Rettungsschwimmer mit abgebrochener Arztkarriere, plant den Absprung: eine Weltreise, keine Verpflichtungen. Doch sobald sie sich begegnen, ist da diese Anziehung, gegen die keiner von beiden ankommt. Dabei hat Scarlett einen Freund in London. Und Jonah hat seine Gründe, sich auf niemanden einzulassen. Trotzdem kreisen sie immer wieder umeinander … Aber was, wenn das Richtige gar nicht das Vernünftige ist?
Meine Meinung
Manchmal gibt es Bücher, die einen schon auf den ersten Seiten abholen – Summer Tides gehört für mich definitiv dazu. Ich war sofort in der Geschichte drin und habe mich von der ersten Seite an wohlgefühlt, fast so, als würde ich selbst an der Küste von Cornwall stehen und den Wind auf der Haut spüren.
Die Geschichte dreht sich um Scarlett, die einen Neuanfang wagt – mit einem alten Strandkiosk, viel Mut und noch mehr innerem Chaos. Gerade zu Beginn hatte ich großes Mitleid mit ihr, weil sie sich in eine wirklich unangenehme und komplizierte Situation manövriert hat. Gleichzeitig macht genau das sie so menschlich. Ihre Fehler, Zweifel und Hoffnungen wirken authentisch und nahbar, sodass ich mich sehr gut in sie hineinversetzen konnte.
Jonah bildet dazu einen spannenden Gegenpol. Seine eigene Vergangenheit und seine Pläne, einfach alles hinter sich zu lassen, machen ihn zu einer Figur, die zunächst etwas distanziert wirkt, aber mit der Zeit immer mehr Tiefe zeigt. Die Chemie zwischen Scarlett und Jonah ist von Anfang an spürbar – dieses leise Knistern, das sich langsam aufbaut, hat mir richtig gut gefallen. Es wirkt nie übertrieben, sondern genau richtig dosiert.
Besonders hervorheben möchte ich die Charaktergestaltung insgesamt: Die Figuren sind lebendig, liebevoll ausgearbeitet und haben alle ihre Ecken und Kanten. Man merkt, dass viel Herz in ihnen steckt. Selbst Nebencharaktere bleiben im Gedächtnis. Nur Eric hat bei mir einen eher negativen Eindruck hinterlassen – seine Art war für mich schwer nachvollziehbar und unsympathisch. Allerdings zeigt genau das auch, wie gut er als Gegenfigur funktioniert.
Ein weiteres großes Highlight ist für mich das Setting. Die Beschreibungen von St. Ives, den Stränden und dem Meer sind so atmosphärisch, dass man das Gefühl hat, direkt vor Ort zu sein. Diese sommerliche, leicht melancholische Stimmung zieht sich durch das ganze Buch und macht es zu einer perfekten Lektüre für entspannte Lesestunden.
Auch die zentrale Frage der Geschichte – ob das Richtige immer auch das Vernünftige ist – wird sehr schön und gefühlvoll behandelt. Es geht um Entscheidungen, um Mut, um zweite Chancen und darum, auf das eigene Herz zu hören, selbst wenn der Weg ungewiss ist.
Für mich ist Summer Tides ein rundum gelungener Roman: emotional, atmosphärisch und mit starken Charakteren, die im Gedächtnis bleiben. Ich habe jede Seite genossen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Ein gefühlvoller Sommerroman mit Tiefgang, der Fernweh weckt und gleichzeitig ans Herz geht.
Vielen Dank an NetGalley und den Lübbe Verlag für das Rezensionsexemplar!
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
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2 thoughts on “(REZENSION) Summer Tides von Sarah Fulmar ( Band 1)”