(Rezension ) Amnesia Ich muss mich erinnern von Jutta Maria Herrmann

(Rezension ) Amnesia Ich muss mich erinnern von Jutta Maria Herrmann

  • ASIN ‏ : ‎ B0915BFS4D
  • Herausgeber ‏ : ‎ Independently published (27. März 2021)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Taschenbuch ‏ : ‎ 268 Seiten
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 979-8729205950

 

 

Als die Berlinerin Helen die Diagnose Krebs im Endstadium erhält, ist es ihr einziger Wunsch, sich vor ihrem Tod endlich mit ihrer Mutter auszusöhnen, zu der sie ein schwieriges und distanziertes Verhältnis hat. Bei ihrer Familie in der südwestdeutschen Heimat angekommen, muss sie dann schockiert erfahren, dass ihre schwangere Schwester Kristin von ihrem Ehemann Leon misshandelt wird. Am liebsten würde Helen Leon dafür umbringen, zu verlieren hat sie ja nichts mehr. Aber einen Menschen Töten? Helen glaubt nicht, dass sie dazu wirklich fähig ist.

Am nächsten Morgen allerdings ist Leon tot und Helen, die Medikamente mit schwersten Nebenwirkungen nimmt, hat keinerlei Erinnerungen an die vergangene Nacht.

 

 

Diese Geschichte beginnt damit, das Helen sich auf dem Weg zu ihrer Mutter macht. Was für sie nicht leicht ist, denn schon auf dem Weg dahin ist sie immer am überlegen, ob sie nicht doch lieber zurück fahren soll. Sie entscheidet sich jedoch anders. Als sie dann bei ihrer Mutter vor der Tür steht, fällt die Begrüssung schon sehr kalt aus, und sie fragt sich erneut ob sie das richtige getan hat. Hätte sie nicht lieber zu Hause bleiben sollen. Doch, sie beschließt, da zu bleiben. Von ihrem persönlichen Zustand, ihrer Krankheit, verliert sie kein einziges Wort.

Ich fand das Thema im Buch schon sehr traurig. Ich habe mit Helen echt mitgelitten, denn sie war immer wieder auf  Medikamente angewiesen und ihr Gedächtniss wollte dann auch nicht mehr so richtig mir spielen. Was ich aber extrem traurig fand, war, das die Mutter so kalt zu ihr war. Nicht ein einziges nettes Wort gab es, stattdessen wurden immer nur irgendwelche Vorwürfe gemacht. Als sie dann noch auf ihre Schwester trifft, nimmt das Drama seinen lauf. Ich fand diese Geschichte von Anfang bis Ende sehr düster. Schon alleine, wie die Familie miteinander umgegangen ist, ist so richtig kalt und abweisend. Bei ihrer Mutter und Schwester dreht sich alles darum, eine heile Familie vor zu spielen. Das sah man schon daran, das ihre Schwester ihr immer wiedersprochen hat, ihr zu helfen, als es darum ging, das Leon sie schlägt. Ich fand diese Geschichte eigentlich gut,nur zum Ende hin konnte ich einiges nicht so ganz nachvollziehen. Das war für mich etwas zu schnell oder besser gesagt, da hätte man doch etwas mehr draus machen können.

 

 

 

Über die Autorin 
Jutta Maria Herrmann ist gebürtige
Saarländerin, gelernte Buchhändlerin und studierte Germanistin. Sie hat
Rockkonzerte veranstaltet, als Putzfrau Böden geschrubbt, als Sekretärin
in einer Tischlerei und im Ökowerk Berlin gearbeitet,
Synchrondrehbücher geschrieben und lange Zeit als Assistentin der
Politikredaktion einer Tageszeitung gearbeitet. 2020 hat sie ihren Job
an den Nagel gehängt, um sich ganz dem Schreiben zu widmen.

 

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