(REZENSION) Die Geschichte der Anna de Breuil von Helmuth Boeger

Mamenu

REZENSION
Herausgeber ‏ : ‎ epubli
Erscheinungstermin ‏ : ‎ 20. Februar 2026
Auflage ‏ : ‎ 3.
Sprache ‏ : ‎ Deutsch
Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 602 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 3565261234
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3565261239
Lesealter ‏ : ‎ Ab 18 Jahren

Zum Buch

Bevor sie zur gefürchteten Mylady de Winter wird, ist sie Anna – eine begabte Novizin, gefangen zwischen Klostermauern und den Intrigen der Mächtigen. Ulm, im Jahr 1613: Die Welt steht am Abgrund des Dreißigjährigen Krieges. Die dreizehnjährige Anna de Breuil wird von ihrem Vater, einem katholischen Festungsbauer, in die Obhut des Klarissenklosters Söflingen gegeben. In der Stille der Klausur scheint ihr Weg vorgezeichnet: ein Leben im Gebet, fernab der Wirren der Welt. Doch Anna ist anders. Sie ist hochbegabt und besitzt eine Beobachtungsgabe, die den Jesuiten nicht verborgen bleibt. Was als Ausbildung zur gebildeten Nonne beginnt, entpuppt sich bald als Rekrutierung für ein tödliches Netzwerk. Der Orden erkennt in ihr das perfekte Werkzeug für die Verteidigung des Glaubens – und der Krone. Ihr Weg führt sie von den staubigen Straßen der Gascogne bis in die glanzvollen, aber hasserfüllten Hallen des Louvre. In Paris wird sie Teil des geheimnisvollen „Corps Saint-Sacrement“. Zwischen Fechtunterricht, Kryptografie und der gefährlichen Nähe zum jungen König Ludwig XIII. muss Anna lernen, dass Schönheit eine Waffe und Identität nur eine Maske ist. Doch während sie für die Mächtigen spioniert und in die dunkelsten Folterkeller der Bastille blickt, stellt sie sich die alles entscheidende Frage: Wie viel von ihrer eigenen Seele muss sie opfern, um in einer Welt zu überleben, die von Männern regiert wird?

 

Meine Meinung

Ich war am Anfang ehrlich gesagt unsicher, ob ich mit dem Schreibstil und der Art der Geschichte klarkommen würde, weil ich normalerweise nicht so viele historische Romane dieser Art lese. Umso mehr hat mich das Buch positiv überrascht.

Schon nach den ersten Seiten konnte ich gut in die Geschichte eintauchen. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und macht es leicht, der Handlung zu folgen. Ich hatte nie das Gefühl, mich durch das Buch kämpfen zu müssen, sondern konnte flüssig weiterlesen.

Besonders spannend fand ich die Entwicklung von Anna de Breuil. Man begleitet sie von einer jungen, hochbegabten Novizin im Kloster bis hin zu einer Frau, die immer tiefer in Intrigen, Machtspiele und Spionage verwickelt wird. Gerade dieser Wandel macht die Geschichte sehr interessant, weil man miterlebt, wie sie lernen muss, sich in einer gefährlichen und von Männern dominierten Welt zu behaupten.

Auch das historische Setting hat mir sehr gut gefallen. Die Zeit kurz vor dem Dreißigjährigen Krieg wird atmosphärisch beschrieben, und die verschiedenen Orte – vom Kloster bis zum Hof in Paris – wirken lebendig und glaubwürdig. Die Mischung aus Geschichte, Politik, Religion und Spionage sorgt dafür, dass es durchgehend spannend bleibt.

Insgesamt hat mich das Buch wirklich überrascht. Obwohl ich zunächst dachte, dass mir diese Art von Geschichte vielleicht nicht so liegen würde, wurde ich eines Besseren belehrt. Ich konnte die Geschichte sehr gut lesen und habe sie wirklich gerne verfolgt. Eine klare Leseempfehlung von mir.

Vielen Dank an Helmuth Boeger für das Rezensionsexemplar, das mir zur Verfügung gestellt wurde.

⭐⭐⭐⭐⭐


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